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Storyquest - neue Vertriebsart für Autoren



Ergebnis eines Gesprächs mit Michael Kleinhenz, Chefentwickler von Storyquest 


 Die Questor GmbH ist ein innovatives IT-Unternehmen aus Berlin, welches personalisierte Apps für Firmen und Agenturen entwickelt. Nun arbeitet es seit einiger Zeit an einem kostenlosen Editor für Autoren, mit dessen Hilfe man seine Romane in interaktive Dateien für Smartphones, Tablets und später evtl. auch E-Books umwandeln und anschließend über einer von Storyquest entwickelten App vertreiben kann.

 Was diese neue Vertriebsart auf sich hat, welche rechtlichen Gefahren dort eventuell lauern und wie man dies optimal für sich und seine Werke nutzen kann - das hat Benjamin Egerland im Auftrag von Aiwia in einem telefonischen Interview mit dem Chefentwickler Michael Kleinhenz herausgefunden, dessen Ergebnis hier vorgestellt wird.





 Was unterscheidet diesen Editor von herkömmlichen elektrischen Umwandlungsprogrammen für Texte? 

 Er erstellt ein Dateiformat, welches auf Tablets und Smartphones optimal angezeigt wird und zudem das Einbinden von interaktiven Inhalten wie Animationen, Musik, Videos, Links und Gaming-Elemente ermöglicht.

 Das Besondere: Der Editor sowie der Vertrieb über die App von Storyquest soll vollkommen kostenlos sein. Nur falls man sein Werk nicht umsonst anbieten, sondern für dieses Geld verlangen will, bekommt die Questor GmbH einen Anteil von 30 bis 50 Prozent des Verkaufspreises (genauer Prozentsatz ist abhängig von der Komplexität der interaktiven Datei und dem damit einhergehenden Arbeitsaufwand für das Questor-Team).



 Für wen sind diese »interaktiven Inhalte« besonders interessant?
Die Idee ist, es mittels dieser Software Autoren zu ermöglichen, z. B. einen Roman zu schreiben, bei dem der Leser die Handlung selber mitbestimmen kann oder bestimmte Szenen mit einer ausgewählten Musik begleitet werden.
 Damit der Autor bequem die verschiedenen Handlungsstränge erstellen und miteinander verweben kann, ist ein »Handlungsbaum« integriert, mit dessen Hilfe man die Szenen bzw. Kapitel nach Belieben aneinanderreiht und verknüpft.

 Auch interaktive Magazine oder digitale Übungsblätter lassen sich damit erstellen. Und als wäre das noch nicht genug, können Leser untereinander in Interaktion treten.

 Und was ist mit den »herkömmlichen« Autoren? 
Selbst für die ist Storyquest nützlich, da man mit dem Editor selbstverständlich auch »reine Texte« erstellen kann. So können Leser den Roman nicht nur auf E-Readern lesen, sondern auch mittels einer von Google und Amazon unabhängigen App für Tablets und Smartphones. Das Gute: Da Storyquest dem Autor nichts kostet, wird so ein weiterer Vertriebsweg eröffnet, mit dem man neue Lesergruppen erreichen kann.


 Wie bekommt man diesen Editor?
Gar nicht. Oder besser gesagt: Er wird im Laufe April / Mai von überall auf der Welt direkt im Browser unter www.Storyquest.de abrufbar und benutzbar sein. Natürlich kostenlos.

 Für interessierte Programmierer steht der Quellcode als Open Source zur Verfügung - begabte Autoren können sich den Editor somit an die persönlichen Anforderungen anpassen.

 Was ist mit den rechtlichen Aspekten?
Storyquest ist ein reines IT-Unternehmen und Michael Kleinhenz hat betont, dass sie in keinster Weise als Verlag auftreten wollen. Alle Rechte bleiben beim Autor.

Da ich aber bislang noch keine Erfahrungen mit Storyquest sammeln konnte, gilt wie immer: Vorsicht sollte Ihr zweiter Name sein.

 Wie kann man die damit erstellte Datei an den Leser bringen?
Indem man sie über die von Storyquest betriebene App anbietet, wobei dem Autor keinerlei Kosten entstehen - falls ein Verkaufspreis festgelegt wird, beansprucht das IT-Unternehmen 30-50 Prozent des Erlöses, wie bereits weiter oben erwähnt. Diese als  App getarnte Vertriebsplattform »Storyquest« wird über alle konventionellen App-Stores wie iOS oder Android erreichbar sein. Auch ist ein Export als für E-Reader lesbare Datei geplant, wobei diesbezüglich noch an der Überwindung von Darstellungsproblemen gearbeitet wird. Man darf gespannt sein, ob es nicht schon bald interaktive E-Books gibt.

 Für anspruchsvolle Autoren besteht auch die Möglichkeit, sich eine eigene App nach persönlichen Vorstellungen für sein Werk oder eine Romanfolge programmieren zu lassen. Da dies für Storyquest aber einen zeitlichen Aufwand von 2-3 Tagen bedeutet, kostet es etwas - genaue Preise gibt es nicht, da diese vom jeweiligen Arbeitsaufwand abhängen. Bei Interesse sollte man sich einfach bei ihnen melden.

Fazit: Ein seriöses Unternehmen, dessen kostenloser Editor für so manchen Autor interessant sein könnte - aber da es nur ein sehr kleines Unternehmen ist, wird man sich nicht auf das Marketing der App verlassen können. Es ist zwar eine Produktion von z. B. Wolfgang Hohlbeins Büchern in Arbeit, aber inwiefern diese die anderen Autoren der App mit "auf einer Welle reiten" lassen wird, bleibt abzuwarten.

 Aber genug erklärt. Probieren Sie es doch demnächst einfach unter www.Storyquest.de aus. Falls Sie Fragen haben, können Sie sich jederzeit an die bei Questor hinterlegten Kontaktdaten wenden.




Bildmaterial und Informationen stammen von Questor. Das Copyright des Textes liegt bei Benjamin Egerland.

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